Was bisher geschah...
Historie |
![]() |
Beim Festabend zum 100-jährigen Jubiläum der TSG Lützelsachsen im Juni 1991 trat Manfred mit einer Gruppe der AH-Fußballer, den „Rhythmic Brothers“ auf und hatte somit die Gitarre dabei. Beim späteren Umtrunk in der Bar spielte er noch ein paar Stücke und mein Bruder Erich fragte ihn, ob er auch mal spielen dürfe. Da die beiden sich nicht kannten, fürchtete Manfred wohl das schlimmste und lehnte erst mal ab. Als er aber später zu Neil Young Stücken noch die Harp auspackte, stimmte er der Arbeitsteilung doch zu. Am nächsten Tag kamen beide mit der Anregung auf mich zu, mit dem anderen unbedingt noch mal zusammen spielen zu müssen. Also lud ich ein paar Tage später die beiden und meinen anderen Bruder Karl zum Grillen und Musik machen ein... Daraus ergab sich der erste Auftritt als die „One Night Band“ bei der Weihnachtsfeier der Fußballer im gleichen Jahr. Wie man aus dem Bandnamen unschwer erkennen kann, dachte damals noch keiner daran, was daraus noch werden sollte... Man traf sich also meist im privaten Kreis und spielte ein wenig so für den Hausgebrauch, bis im Spätsommer 1992 die Organisatoren des Werksfußballturniers der Fa. Freudenberg anfragten, ob wir nicht im Rahmenprogramm bzw. beim gemütlichen Abschluss für die nötige Musik sorgen könnten. Natürlich konnten wir – als „No Name - Die Weißen“ -, den Gästen gefiel es und irgendwie muss sich das dann auch rumgesprochen haben. Jedenfalls kamen kurz darauf noch ein paar weitere Auftritte und so langsam zeichnete sich ab, dass die Geschichte weiter gehen könnte. Also musste nach einem passenden Namen gesucht werden und nachdem sich dann noch Torsten der Gruppe angeschlossen hatte, waren es eben zwei Brüder (Erich und Karl) und zwei andere (Manfred und Torsten), woraus sich der Name „ Brothers & Others “ ergab. In der Folgezeit ergaben sich weitere Auftritte, bei manchen Veranstaltungen wurde es sogar zu einer gewissen Gewohnheit oder Tradition, dass die Veranstalter wegen der Musik immer wieder gern bei uns anfragten (Schützenverein Laudenbach, Crazy Cottage in Bad Wimpfen, Alabama Saloon in Neckarmühlbach, Stadtteilverein Heidelberg-Neuenheim zum Heidelberger Herbst, Post in Karlsruhe, usw.). Im Mai 1994 erlaubte uns unser Stammwirt Gerd vom „Weißen Lamm“ in Großsachsen einen Auftritt in seiner Kneipe und kann seitdem nicht genug davon bekommen... Bei diesen öffentlichen bzw. halb öffentlichen Veranstaltungen haben natürlich auch immer wieder Leute zugehört, die irgendwann etwas persönliches zu feiern hatten und dafür Musik brauchten. Auch deren Wunsch konnte meist erfüllt werden. Im Sommer 1995 erweiterte sich die Gruppe kurzfristig um eine Sängerin (Sabine), aber irgendwie passte das nicht zusammen und Sabine verabschiedete sich bald wieder. Dies sollte bis Sommer 1999 die einzige personelle Veränderung bleiben. Dann kam Klaus mit seinem Bass dazu, der bis Ende 2000 mitspielte und im Frühjahr 2001 durch Werner E. abgelöst wurde. Vom Frühjahr 2003 bis Herbst 2004 bereicherte Heidrun mit Stimme und Flöte die Band, seitdem spielt die Gruppe wieder in Fünf-„Mann“-Besetzung. Irland Nachdem uns die irische Musik schon seit längerer Zeit so gut gefallen hatte, dass wir auch einige Stücke selbst spielten, war es irgendwann auch mal an der Zeit, das ganze vor Ort näher kennen zu lernen (Musik, Stimmung und alles drum herum). Bei uns war dieser Zeitpunkt im Sommer 1999 gekommen. Auf einen Termin konnten wir uns damals recht leicht einigen und so packten wir die ganze Anlage und Ausrüstung in Karl's Wohnmobil und fuhren über die Landbridge-Verbindung nach Rosslare in Irland. Am ersten Abend lernten wir die Musik noch als Zuhörer kennen, kamen aber mit den Musikern gleich gut ins Gespräch. Am nächsten Nachmittag stieg Karl auf freier Landstraße abrupt in die Bremsen. Auf unsere Frage, was jetzt los sei, fragte er uns, ob wir das Schild „Live Music Tonight“ nicht gesehen hätten. Wir meinten, dass überall im Land abends Live Musik zu hören sei und es für Feierabend um drei Uhr nachmittags noch zu früh sei. Trotzdem fuhren wir auf den Parkplatz des Pubs, trafen dort einen Mann und fragten ihn, ob er was mit dem Pub zu tun habe. Er bejahte das und wir erklärten ihm, wir seien eine deutsche Band auf Urlaub, die gerne auch mal irgendwo spielen würde. Also meinte er, heute Abend sei sowieso Session und wir sollten einfach mitmachen. Das klang schon mal gut und wir gingen erst mal rein, was essen und trinken. Dann besichtigten wir das Pub etwas ausführlicher, entdeckten an einer Wand eine Goldene CD und erkannten mit Schrecken, dass diese wohl vom Wirt und seinen Freunden stamme – und mit solchen Leuten sollten wir spielen? Wir hatten aber zugesagt, also mussten wir ran. Am Abend spielte erst Christy (der Wirt) mit seiner Band und dann kamen „ Brothers & Others “, erst mal mit dem amerikanischen Teil des Repertoires. Die Leute gingen voll mit und waren ganz begeistert, was wir angesichts der vorher gehörten Musik nicht gleich verstanden. Nach einiger Zeit fragten wir kleinlaut, ob es wohl sehr vermessen sei, auch etwas irisches zu spielen. Nein, selbstverständlich sollten wir das auch machen. Am Ende des Abends (irgendwann mitten in der Nacht halt) hieß es dann, wir sollten morgen wieder spielen und übermorgen, usw. Auf unseren Einwand, dies sei erst unser zweiter Abend im Land und wir wollten noch was sehen, sagten uns die Leute, das beste und wichtigste hätten wir doch gerade erlebt. Wir versprachen also, am letzten Abend auf dem Rückweg nochmals in der Marine Bar zu spielen, die dann auch restlos überfüllt war. Seitdem fahren wir jedes zweite Jahr mit der Band und Wohnmobil nach Irland, zwar immer mit einer anderen Gegend als Schwerpunkt, aber doch auch immer mit Aufenthalten in der Marine Bar und in Paddy Mac's (Home away from home eben). Ansonsten sind diverse Bandmitglieder auch zu anderen Gelegenheiten dort anzutreffen und Christy und die anderen irischen Freunde waren auch schon regelmäßig in Lützelsachsen zu Besuch… Eigene Veranstaltungen An Pfingsten 1998 spielten wir zusammen mit den „Büxnöffners“ aus Neckarmühlbach ein Konzert in der Turnhalle in Lützelsachsen. Das machte uns und den – wegen der Ferien zugegebener Maßen nicht all zu zahlreichen – Zuhörern solchen Spaß, dass wir versuchten, die Idee von gemeinsamen Auftritten mit anderen Bands weiter zu verfolgen. Haupthindernis für eine schnelle Umsetzung war der Umstand, dass man aus den Eintrittsgeldern einer solchen Veranstaltung eigentlich keiner Band eine angemessene Gage zahlen könnte… Die zündende Idee kam uns ein Jahr später: man könnte ja ein Benefizfestival auf die Beine stellen, die teilnehmenden Bands verzichten auf jegliche Gage (außer natürlich Essen und Trinken) und der Erlös wird einem sozialen Zweck zur Verfügung gestellt! Gedacht, gesagt, getan! Im November 1999 fand in der Turnhalle unser 1. Lützelsachsener Blues- Folk- Rockfestival statt. Im Lauf der folgenden Jahre machten unter anderem so bekannte Gruppen wie „Soulfinger“ oder „Die Wolpertinger“, aber auch andere Gruppen aus der Region (und auch mal darüber hinaus) sowie mehrfach auch unsere irischen Freunde aus der Marine Bar mit. Es gab dann auch jedes Mal reichlich Erlöse zu spenden… Beim Festival 2001 sprach uns Karl-Heinz Grünewald vom Sportschützenverein Lützelsachsen an, ob man nicht eine gemeinsame Veranstaltung beim Schützenhaus aufziehen könne. Nachdem diese Idee dann einige Zeit zum reifen brauchte, war es dann im Juli 2003 so weit, dass wir unser erstes „Folk im Wald“ veranstalteten. Wegen hochkarätiger Veranstaltungen im Umkreis am gleichen Termin fürchteten wir zunächst, dass nicht so viele Fans kommen würden, aber dann war die Hütte doch voll. 2004 hatten wir zu dieser Veranstaltung als Gäste die Gruppe „Stew“ eingeladen, die Resonanz auf das ganze Fest machte den Schützen und uns klar, dass wir nächstes Jahr erneut dazu einladen müssen… |